PRESSEMITTEILUNG | Deutscher Frauenrat und Women7 fordern Einsatz für feministische Entwicklungs- und Gesundheitspolitik

18. Mai 2022 |

Ab heute tagen die die G7-Entwicklungsminister*innen in Berlin. Am Donnerstag treffen sich die G7-Gesundheitsminister*innen für einen Fachaustausch. Als Ausrichter des zivilgesellschaftlichen Dialogs der Frauenverbände, Women7 (W7), fordert der Deutsche Frauenrat die G7 dazu auf, das Ziel der Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsthema in den Verhandlungen zu verankern. Dazu erklärt Dr. Beate von Miquel, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats:

„Die G7-Entwicklungs- und Gesundheitsminister*innen müssen sich für eine feministische Entwicklungs- und Gesundheitspolitik einsetzen, die die Gleichstellung der Geschlechter als übergreifendes Prinzip in sinnvoller Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft fördert.“

In einem Statement fordern die W7, dass alle Projekte der internationalen Zusammenarbeit zur Gleichstellung beitragen müssen, wobei mindestens 20 Prozent des Budgets in Projekte fließen sollen, die primär auf Geschlechter-gerechtigkeit abzielen. Auch der gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsdiensten, einschließlich zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) von Frauen, Mädchen und nicht-binären Menschen, eine verstärkte Zusammenarbeit mit Frauenverbänden und feministischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und die Förderung der Rechte von BIPOC, LGBTIQ*-Communities und anderen Gruppen, die mit Marginalisierung und systemischer Diskriminierung konfrontiert sind, stellen zentrale Forderungen der w7 an die G7-Regierungen dar.

Women7 ist eine offizielle Engagement Gruppe der G7 und versammelt in diesem Jahr über 60 Vertreter*innen feministischer Organisationen und Interessengruppen aus 24 Länder. Der Deutsche Frauenrat ist Gastgeber des Women7-Dialogs während der deutschen G7-Präsidentschaft.

Pressekontakt: Vera Otterstein

Hier geht’s zur offiziellen Pressemitteilung: Pressemitteilung_G7 Development & Health Ministers