Der W7-Dialog 2022 wird sich auf die folgenden Schwerpunktthemen fokussieren

Wirtschaftliche Gerechtigkeit und Rechte

Laut Monitoring der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verloren während der Pandemie im Jahre 2021 mehr Frauen als Männer ihren Arbeitsplatz. Neben der sogenannten „she-cession“ kam als Folge der Corona-Krise zusätzlich zu einer „Retraditionalisierung“ der Geschlechterrollen.

Die geschlechtsspezifische Lohnlücke ist dabei eng mit der geschlechtsspezifischen Sorgelücke verknüpft. Deswegen müssen die G7-Länder bei der Bereitstellung finanzieller Anreize und anderer Ressourcen die besonderen Bedürfnisse von Arbeitnehmerinnen, Produzentinnen und Unternehmerinnen in ihrer ganzen Diversität im Blick behalten. Nur so wird die Gesellschaft sich nachhaltig von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen können.

Die Folgen der Corona-Pandemie werden noch für lange Zeit Einfluss auf die Welt haben. Auch die G7-Länder bleiben davon nicht verschont. Um einen geschlechtergerechten Weg aus der Krise zu finden, müssen wir zusammenarbeiten. Der Global Gender Gap Report 2021 des Weltwirtschaftsforums macht deutlich: Die Fortschritte in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter wurden durch die Corona-Krise um eine Generation zurückgeworfen. Als alarmierende Folge hat sich die benötigte Zeit, um eine Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen, von 99,5 auf 135 Jahre verlängert. Die Auswirkungen der Pandemie treffen dabei besonders Frauen, Mädchen und gefährdete Gruppen, die in Ländern leben, welche unter einer fragilen Wirtschaft, Konflikten oder nationalen Notlagen leiden.

Eine geschlechtergerechte Finanzierung, progressive Steuern und ein Schuldenerlass für wirtschaftlich schlechter gestellte Länder sind nur einige der makroökonomischen Maßnahmen, welche die W7 in vergangenen G7 Verhandlungen vertreten hat. Wir müssen dafür sorgen, dass der wirtschaftliche Aufschwung nach der Krise geschlechtergerecht gestaltet wird und nachhaltig zum Aufbau einer gerechten Gesellschaft beiträgt.

Geschlechtergerechte Bewältigung der COVID-Pandemie

Klimagerechtigkeit

Die Klimakrise ist nicht geschlechtsneutral. Die Rechte von Menschen aller Geschlechter werden durch die Krise beeinträchtigt und jegliche Bemühungen zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit untergraben. Fakt ist: Diejenigen, die am wenigsten zu dem Problem beigetragen haben, werden mit großer Wahrscheinlichkeit die Folgen des Klimawandels am stärksten zu spüren bekommen. Dabei sind vor allem marginalisierte Frauen und Mädchen betroffen.

Als einige der größten Kohlenstoffemittenten müssen die G7-Länder Führungsstärke beweisen, wenn es um die geschlechtergerechte Umsetzung des Pariser Abkommens und die Mobilisierung von Klimafinanzierung geht. Women7 wird die Staats- und Regierungschef*innen der G7 wiederholt dazu auffordern, Frauen, Mädchen und gender-diverse Menschen als entscheidende Akteur*innen diesen Wandels anzuerkennen und ihre Perspektiven und Expertise in der Entwicklung wirksamer Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen, aktiv mit einzubeziehen.

Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern, Klimaungerechtigkeit und ungleiche Machtverhältnisse verhindern einen nachhaltigen Frieden. Eine Fokussierung auf die Rechte von Mädchen und Frauen in ihrer ganzen Diversität, Ressourcen für die Gleichstellungsarbeit, die gleichberechtigte Repräsentation aller Geschlechter in der Politik und eine reflektierte Bewertung ungleicher Machtstrukturen müssen deswegen zentrale Bestandteile einer feministischen Außenpolitik sein. Women7 betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer radikalen Veränderung in der Außenpolitik der G7-Länder hin zu einem feministischen Ansatz.

Die G7 sind eindringlich dazu angehalten, eine geschlechtersensible und intersektionale Perspektive in der Sicherheits- und Außenpolitik einzunehmen. Um globale Ungleichheit und die Unterdrückung von Frauen und Mädchen in all ihrer Unterschiedlichkeit zu überwinden sowie Frieden nachhaltig zu sichern, sollte die G7 daher eine geschlechtersensible und intersektionale Perspektive in der Außen-, Sicherheits-, Wirtschafts- und Handelspolitik sowie in der Entwicklungszusammenarbeit einnehmen.

Feministische Außenpolitik

Geschlechtsspezifische Gewalt

Weltweit haben geschlechtsspezifische Gewalt (GBV) und Gewalt gegen Frauen und Mädchen (VAWG) mit der Corona-Pandemie stark zugenommen. Auch in den G7-Ländern. Schon vor der Pandemie hatte die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Ein Zustand, der sich mit der Krise erheblich verschlechterte, da die Gesundheitssysteme der Länder zunehmend unter Druck geraten sind. Auch sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) wurden durch die Pandemie stark beeinträchtigt und als eine der ersten gesundheitlichen Bereiche vernachlässigt.

Die Corona-Krise hat uns die Grenzen des sozialen Schutzes und sicherer Räume aufgezeigt. Es wurde deutlich: unterfinanzierte, unterbesetzte Gesundheitseinrichtungen und schlecht koordinierte Gesundheitsdienste sind nicht in der Lage, GBV/VAWG angemessen zu verhindern und zu reagieren.

Nach Angaben der Weltbank werden in weniger als einem Drittel der Länder Statistiken über informelle Beschäftigung, Unternehmer*innentum und unbezahlte Arbeit nach Geschlecht aufgeschlüsselt. Ebenso werden keine Daten über Gewalt gegen Frauen erhoben. Die Folge: Auf globaler Ebene sind nur 39% der geschlechtsspezifischen Daten verfügbar, welche für Monitoring und Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung erforderlich sind. Echter Fortschritt braucht Daten und somit eine Möglichkeit, ihn mit der Zeit nachzuverfolgen.

Die G7-Staaten verfügen derzeit über keinen Mechanismus, mit dem die Erfüllung ihrer Verpflichtungen zur Gleichstellung der Geschlechter gemessen werden könnte. Die 2009 ins Leben gerufene G7-Arbeitsgruppe zur Rechenschaftspflicht konzentriert sich speziell auf entwicklungsbezogene Verpflichtungen. Verpflichtungen in innenpolitischen oder außenpolitischen Bereichen werden jedoch aktuell von keinem Rechenschaftsmechanismus erfasst. Daher fordert die W7 in Einklang mit dem GEAC einen effektiven #Rechenschaftsmechanismus, um die Umsetzung der Gleichstellungsziele und Zusagen zu monitoren.

Rechenschaftsmechanismen

Der W7-Dialog 2022 wird sich auf die folgenden Schwerpunktthemen fokussieren

Wirtschaftliche Gerechtigkeit und Rechte

Laut Monitoring der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verloren während der Pandemie im Jahre 2021 mehr Frauen als Männer ihren Arbeitsplatz. Neben der sogenannten „she-cession“ kam als Folge der Corona-Krise zusätzlich zu einer „Retraditionalisierung“ der Geschlechterrollen.

Die geschlechtsspezifische Lohnlücke ist dabei eng mit der geschlechtsspezifischen Sorgelücke verknüpft. Deswegen müssen die G7-Länder bei der Bereitstellung finanzieller Anreize und anderer Ressourcen die besonderen Bedürfnisse von Arbeitnehmerinnen, Produzentinnen und Unternehmerinnen in ihrer ganzen Diversität im Blick behalten. Nur so wird die Gesellschaft sich nachhaltig von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen können.

Geschlechtergerechte Bewältigung der COVID-Pandemie

Die Folgen der Corona-Pandemie werden noch für lange Zeit Einfluss auf die Welt haben. Auch die G7-Länder bleiben davon nicht verschont. Um einen geschlechtergerechten Weg aus der Krise zu finden, müssen wir zusammenarbeiten. Der Global Gender Gap Report 2021 des Weltwirtschaftsforums macht deutlich: Die Fortschritte in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter wurden durch die Corona-Krise um eine Generation zurückgeworfen. Als alarmierende Folge hat sich die benötigte Zeit, um eine Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen, von 99,5 auf 135 Jahre verlängert. Die Auswirkungen der Pandemie treffen dabei besonders Frauen, Mädchen und gefährdete Gruppen, die in Ländern leben, welche unter einer fragilen Wirtschaft, Konflikten oder nationalen Notlagen leiden.

Eine geschlechtergerechte Finanzierung, progressive Steuern und ein Schuldenerlass für wirtschaftlich schlechter gestellte Länder sind nur einige der makroökonomischen Maßnahmen, welche die W7 in vergangenen G7 Verhandlungen vertreten hat. Wir müssen dafür sorgen, dass der wirtschaftliche Aufschwung nach der Krise geschlechtergerecht gestaltet wird und nachhaltig zum Aufbau einer gerechten Gesellschaft beiträgt.

Klimagerechtigkeit

Die Klimakrise ist nicht geschlechtsneutral. Die Rechte von Menschen aller Geschlechter werden durch die Krise beeinträchtigt und jegliche Bemühungen zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit untergraben. Fakt ist: Diejenigen, die am wenigsten zu dem Problem beigetragen haben, werden mit großer Wahrscheinlichkeit die Folgen des Klimawandels am stärksten zu spüren bekommen. Dabei sind vor allem marginalisierte Frauen und Mädchen betroffen.

Als einige der größten Kohlenstoffemittenten müssen die G7-Länder Führungsstärke beweisen, wenn es um die geschlechtergerechte Umsetzung des Pariser Abkommens und die Mobilisierung von Klimafinanzierung geht. Women7 wird die Staats- und Regierungschef*innen der G7 wiederholt dazu auffordern, Frauen, Mädchen und gender-diverse Menschen als entscheidende Akteur*innen diesen Wandels anzuerkennen und ihre Perspektiven und Expertise in der Entwicklung wirksamer Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen, aktiv mit einzubeziehen.

Feministische Außenpolitik

Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern, Klimaungerechtigkeit und ungleiche Machtverhältnisse verhindern einen nachhaltigen Frieden. Eine Fokussierung auf die Rechte von Mädchen und Frauen in ihrer ganzen Diversität, Ressourcen für die Gleichstellungsarbeit, die gleichberechtigte Repräsentation aller Geschlechter in der Politik und eine reflektierte Bewertung ungleicher Machtstrukturen müssen deswegen zentrale Bestandteile einer feministischen Außenpolitik sein. Women7 betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer radikalen Veränderung in der Außenpolitik der G7-Länder hin zu einem feministischen Ansatz.

Die G7 sind eindringlich dazu angehalten, eine geschlechtersensible und intersektionale Perspektive in der Sicherheits- und Außenpolitik einzunehmen. Um globale Ungleichheit und die Unterdrückung von Frauen und Mädchen in all ihrer Unterschiedlichkeit zu überwinden sowie Frieden nachhaltig zu sichern, sollte die G7 daher eine geschlechtersensible und intersektionale Perspektive in der Außen-, Sicherheits-, Wirtschafts- und Handelspolitik sowie in der Entwicklungszusammenarbeit einnehmen.

Geschlechtsspezifische Gewalt

Weltweit haben geschlechtsspezifische Gewalt (GBV) und Gewalt gegen Frauen und Mädchen (VAWG) mit der Corona-Pandemie stark zugenommen. Auch in den G7-Ländern. Schon vor der Pandemie hatte die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten. Ein Zustand, der sich mit der Krise erheblich verschlechterte, da die Gesundheitssysteme der Länder zunehmend unter Druck geraten sind. Auch sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) wurden durch die Pandemie stark beeinträchtigt und als eine der ersten gesundheitlichen Bereiche vernachlässigt.

Die Corona-Krise hat uns die Grenzen des sozialen Schutzes und sicherer Räume aufgezeigt. Es wurde deutlich: unterfinanzierte, unterbesetzte Gesundheitseinrichtungen und schlecht koordinierte Gesundheitsdienste sind nicht in der Lage, GBV/VAWG angemessen zu verhindern und zu reagieren.

Rechenschaftsmechanismen

Nach Angaben der Weltbank werden in weniger als einem Drittel der Länder Statistiken über informelle Beschäftigung, Unternehmer*innentum und unbezahlte Arbeit nach Geschlecht aufgeschlüsselt. Ebenso werden keine Daten über Gewalt gegen Frauen erhoben. Die Folge: Auf globaler Ebene sind nur 39% der geschlechtsspezifischen Daten verfügbar, welche für Monitoring und Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung erforderlich sind. Echter Fortschritt braucht Daten und somit eine Möglichkeit, ihn mit der Zeit nachzuverfolgen.

Die G7-Staaten verfügen derzeit über keinen Mechanismus, mit dem die Erfüllung ihrer Verpflichtungen zur Gleichstellung der Geschlechter gemessen werden könnte. Die 2009 ins Leben gerufene G7-Arbeitsgruppe zur Rechenschaftspflicht konzentriert sich speziell auf entwicklungsbezogene Verpflichtungen. Verpflichtungen in innenpolitischen oder außenpolitischen Bereichen werden jedoch aktuell von keinem Rechenschaftsmechanismus erfasst. Daher fordert die W7 in Einklang mit dem GEAC einen effektiven #Rechenschaftsmechanismus, um die Umsetzung der Gleichstellungsziele und Zusagen zu monitoren.