Die Gruppe der 7

Seit mehr als 45 Jahren ist die Gruppe der Sieben (G7) ein einflussreicher, informeller Zusammenschluss der ehemals mächtigsten Volkswirtschaften. Gemeinsam erwirtschaften sie immer noch fast die Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Zu den G7 gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten. Darüber hinaus sind die Weltbank, der IWF und die Europäische Union mit Beobachterstatus in der G7 vertreten. Russland wurde 2014 aufgrund seiner Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine ausgeschlossen.

Die G7 ist ein informelles Netzwerk ohne feste Organisationsstrukturen und mit jährlich wechselnder Präsidentschaft. Im Jahr 2022 übernimmt Deutschland die G7-Präsidentschaft – nach der G7-Präsidentschaft des Vereinigten Königreichs (2021), dem abgesagten Gipfel in den USA im Jahr 2020 und den G7-Präsidentschaften Frankreichs (2019) und Kanadas (2018).

„Wir werden unsere G7-Präsidentschaft nutzen, um sicherzustellen, dass diese Gruppe von Staaten eine Vorreiterrolle übernimmt – engagiert für Klimaneutralität und eine gerechte Welt“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz zu Beginn der deutschen G7-Präsidentschaft. Weitere Informationen auf der offiziellen Website der G7.

Die G7-Gipfeltreffen bilden mit ihren Abschlusserklärungen wichtige Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit und das gemeinsame politische wie wirtschaftliche Handeln der G7-Staaten – und der Welt. Der Weg dorthin führt über zahlreiche Minister*innentreffen sowie einen begleitenden zivilgesellschaftlichen Prozess mit vielfältigen Engagement- und Interessengruppen.

Im Jahr 2020 hat das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat und den deutschen Unternehmerinnen ein Dokument/ eine Studie zur Umsetzung der G7- und G20-Gleichstellungsziele in Deutschland veröffentlicht. Die Studie gibt einen interessanten Einblick, inwieweit Regierungen Maßnahmen tatsächlich umsetzen, zu denen sie sich auf G7-Ebene verpflichten.

Der Beirat für Gleichstellungsfragen, GEAC

Der unter der kanadischen G7-Präsidentschaft gegründete Beirat für Gleichstellungsfragen (Gender Equality Advisory Council, GEAC) ist eine unabhängige Gruppe von Expert*innen, die von den einzelnen G7-Ländern ernannt werden. Der GEAC entwickelt auch gleichstellungspolitische Empfehlung an die G7. Anders als der zivilgesellschaftlich organisierte W7-Dialog, werden die einzelnen Mitglieder des GEAC von den einzelnen G7-Regierungen ernannt. Der GEAC setzt sich für die Grundprinzipien der Freiheit, der Chancengleichheit und der Würde von Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt ein. In seiner Arbeit ist er ein enger Partner der W7 geworden. Frühere Empfehlungen finden Sie weiter unten.

GEAC Report 2018
GEAC Report 2019