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W7-Empfehlungen an die G7 im Jahr 2021 zu Gleichstellung und Frauen*rechten

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Langfristig notwendige Maßnahmen der G7-Staats- und Regierungschef*innen zur Beseitigung struktureller Hindernisse für die Gleichstellung der Geschlechter

Der W7-Dialog 2021 wurde gemeinsam vom Gender and Development Network (GADN) und Gender Action for Peace and Security (GAPS) geleitet. Bei der Organisation des W7-Gipfels arbeiteten die beiden Organisationen zusätzlich mit Care International UK und ActionAid UK zusammen.

Aufbauend auf den feministischen Grundsätzen der Intersektionalität und der Inklusion hatte der W7-Gipfel 2021 zum Ziel, Entscheidungs- und Politikgestaltungsprozesse für basisdemokratische feministische Aktivistinnen aus der ganzen Welt zu öffnen. Dies sollte gewährleisten, dass sich Stimmen, die oft ausgeschlossen werden, in diesen Räumen gleichermaßen einbringen können. Durch die Ausarbeitung von Empfehlungen, den Austausch von bewährten Praktiken und Erfahrungsberichten stellte der W7-Dialog 2021 sicher, dass die Stimmen von Feministinnen und Frauenrechtsorganisationen im G7-Prozess eine zentrale Rolle spielen.

Am 21. und 22. April 2021 brachte ein digitaler W7-Gipfel feministische Expert*innen, Aktivist*innen und Fachleute aus den G7-Ländern und der ganzen Welt zusammen. Dabei wurde den Stimmen, Perspektiven und der Führungsrolle derjenigen mehr Gewicht verliehen, die üblicherweise nicht am G7-Forum teilnehmen. Zwei Tage lang erarbeiteten die Teilnehmer*innen gemeinsam Vorschläge für die G7 und einigten sich auf konkrete und sinnvolle Maßnahmen zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit.

Die Diskussionen wurden von folgenden Grundprinzipien der W7 geleitet:

  • Gleichheit und Gerechtigkeit
  • Rechenschaftspflicht und sinnvolle Beteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen
  • Eine gerechte und umweltfreundliche Wirtschaft, die den Menschen bei einem wirtschaftlichen Aufschwung nach der Pandemie in den Mittelpunkt stellt

Die Grundprinzipien wurden dabei in acht Themenbereiche unterteilt:

  • Wirtschaftliche Gerechtigkeit für Frauen
  • Klima
  • Frauen, Frieden und Sicherheit
  • Gewalt gegen Frauen und Mädchen / geschlechtsspezifische Gewalt
  • Gesundheit, einschließlich sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte
  • Bildung
  • Demokratie, Rechenschaftspflicht und sinnvolle politische Beteiligung
  • Racial justice und Dekolonialisierung

Am W7-Gipfel 2021 nahmen unter anderem Theo Sowa und Dr. Naila Kabeer teil, die zwei beeindruckende Keynotes im Rahmen der Eröffnung hielten. Theo Sowa, ehemalige Geschäftsführerin des African Womens Development Fund, erklärte in ihrer Rede: „Es geht nicht darum, was wir finanzieren, sondern wie wir finanzieren. Nur ein winziger Prozentsatz der Entwicklungshilfe und der philanthropischen Mittel fließt zurzeit an Frauenrechtsorganisationen im Globalen Süden. Deswegen müssen wir die Mittel drastisch aufstocken und die Art und Weise, wie wir finanzieren, ändern. Nur so können wir sicherstellen, dass die Mittel zu den Menschen gelangen, die diese Erfahrungen machen und Veränderungen bewirken“.

Dr. Naila Kabeer, Professorin für Gender und Entwicklung im Fachbereich Gender Studies und im Fachbereich internationale Entwicklung an der London School of Economics, fügte hinzu: „In weiten Teilen der Welt gibt es einen Wunsch nach einem gerechteren, inklusiveren und widerstandsfähigeren Wiederaufbau. Die Auseinandersetzung mit der Geschlechtergerechtigkeit muss im Mittelpunkt dieser Vision stehen. Denn sie stellt die grundlegenden Prinzipien des alten Paradigmas infrage und enthält die Lösung zu einem neuen Ansatz.“

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Keynote Theo Sowa 

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Keynote Dr. Naila Kabeer

Mit dem Abschlusskommuniqué der W7 „Making gender equality a reality – Recommendations to the G7” erreichte der W7-Gipfel mit einer Reihe eindringlicher feministischer Forderungen seinen Höhepunkt. In dem Kommuniqué wurden die Staats- und Regierungschef*innen der G7 aufgefordert, die Gleichstellung der Geschlechter in alle G7-Prioritäten einzubeziehen. Damit einhergehend wurden die Staats- und Regierungschef*innen dazu angehalten, dafür zu sorgen, dass neben Diskussion auch greifbare Ergebnisse erzielt würden. Diese sollten mit angemessenen finanziellen Ressourcen zur Förderung von Gleichstellung, insbesondere in der Entwicklungszusammenarbeit einhergehen.